EFFODIMUS  TERRA  NON  ABSQUE  LABORE  METALLA

Abitur 1958 an der RKS

EXCOLE  TU  MENTES  HOC  OPUS  HIC  LABOR  EST

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Studiendirektor Albrecht Gerlach zum 90. Geburtstag!

Wir 58er-Abiturienten und auch all jene, die zeitweilig zu uns gehörten, wir erinnern uns gern an ihn. Groß, schlank, stets korrekt und sportlich gekleidet, kurzum: Albrecht Gerlach war und ist ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle.

Er war unser Lehrer in Biologie und Chemie, von der 7. Klasse bis zum Abitur, und seine Art zu unterrichten faszinierte uns, die wir den mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig gewählt hatten. Aber dem Gentleman-Lehrer Gerlach gelang es auch, den Mädels im neusprachlichen Zweig, den Naturwissenschaften gegenüber eher etwas distanziert, gute Grundkenntnisse in Chemie zu vermitteln.

Unvergessen sind zwei ebenso interessante wie fröhliche Klassenfahrten, die Albrecht Gerlach, unser Klassenlehrer von 1951 bis 1955, mit uns unternahm. 1953 fuhr er mit uns nach Eddigehausen. Hier, im Schullandheim unterhalb der Plesseburg, verlebten wir unbeschwerte Tage. Wer erinnert sich nicht an die Nachtwanderung im Göttinger Wald? Noch heute sehe ich die Glühwürmchen leuchten. Wir fuhren ein in das Kalisalz-Bergwerk Reyershausen, besuchten den Botanischen Garten der 

Robert Koch, geboren in Clausthal
Robert Koch wurde am 11.12.1843
in Clausthal geboren und starb am
27.05.1910 in Baden-Baden
Das Clausthaler Wappen

Das Clausthaler Wappen

Georg - August - Universität Göttingen, versuchten vergeblich, das Rezept von Coca-Cola zu erfahren, - erlebnisreiche Tage in fröhlicher Gemeinschaft! Albrecht Gerlach und seine Ehefrau Elfriede, die freundlicherweise als weibliche Begleitperson mitgereist war, ließen unserer mehr als lebhaften Klasse lange Zügel.

Und so war es auch ein Jahr später, als wir zusammen mit unserer Parallelklasse und deren Klassenlehrerin Toni Schauer eine Studienfahrt nach Hamburg, Cuxhaven und Bremen unternahmen, für uns Harzgebirgler ein Ausflug in die große weite Welt, die wir bestaunten und deren Duft wir in uns aufnahmen, jedenfalls ein klein bisschen davon.

Die Jugendherberge in Hamburg-Moorburg, der große Hafen, Hagenbecks Tierpark, der Paternoster im Chilehaus, in Cuxhaven die Nordsee und das Watt, Streiflichter unserer abwechslungsreichen Fahrt! Begeistert hörten wir Herbert Zimmermanns Rundfunkreportage über das ’Wunder von Bern’. Nach dem abschließenden zweitägigen Besuch der Hansestadt Bremen fuhren wir zurück in den Harz. Wir hatten viel gesehen und  erlebt!

Im Unterricht waren wir interessiert aber nicht sonderlich fleißig, denn Strebertum verachteten wir. Dass dabei gleichwohl manch gute Leistung in Chemie und Biologie herauskam, spricht für die Qualität des Unterrichts und das pädagogische Geschick Albrecht Gerlachs. Wilhelm Nothdurft beispielsweise studierte nach dem Abitur Biologie, wurde Professor für Strahlenbiologie. Zusammen mit unserem früheren Lehrer hat er wiederholt wissenschaftliche Untersuchungen zur Erforschung der Oberharzer Fauna und Flora durchgeführt, und gelegentlich arbeiten sie auch jetzt noch an gemeinsamen Projekten. Ein weiteres Beispiel: Winfried Machens studierte Metallhüttenkunde, ein chemienahes Fach, und promovierte über ’Die Gleichgewichte von Sauerstoff und Zinn in der Kupferschmelze in Gegenwart von festem Zinn(IV)oxid bzw. zinnoxidhaltiger Schlacke.’ Aber auch allen anderen waren die uns in Chemie und Biologie vermittelten Kenntnisse in vielfältiger Weise nützlich.

Dafür  unserem  Lehrer  Albrecht Gerlach ein großes  „Danke“  und zum 90. Geburtstag am 18. Februar ein herzlich-harzliches

„Glück auf!“

Stade, den 6. Februar 2007

Jürgen Schneider